Wird Flash sterben oder zu neuem Leben erwachen?
Als Apple das iPhone rausbrachte und Ende Januar 2010 sein Apple iPad vorstellte, sorgte ein nicht vorhandenes Feature, für den meisten Gesprächsstoff. Wie schon das iPhone unterstützt das iPad auch kein Flash, es soll auch keine Nachinstallationsmöglichkeit geben. Apple-Chef Steve Jobs beantwortet die Frage, warum es keine Flash Unterstützung geben wird ganz einfach und lässig, dass Flash bald sowieso ausstirbt und dann die neue Web-Technologie HTML 5 zum Vorschein kommt.So fing es mit HTML an..
Seit Anfang des WWW (World Wide Web) hat sich vieles getan. Am Anfang der Neunziger Jahre war das WWW und somit das HTML auf das "fett" und "kursiv" formatieren der Schrift beschränkt. Heute kann man Tabellen, Formulare, Bilder und aufwendige Layouts verwenden, diese können dann noch individuell mit CSS (Cascading Style Sheets) bearbeitet werden.
Videos können leider bis heute immer noch nicht durch reines HTML dargestellt werden, es werden sogenannte Plug-Ins benötigt wie z.B. oben das genannte Adobe Flashplayer-Plug-In.
Flash unsicher und lahm?
Trotz der ganzen Vorteile die Flash bietet, bringt Flash auch einige Nachteile mit sich. Die National Vulnerability Database (NVD) zählte allein für das letzte Jahr, 20 Schwachstellen in Adobes Flashplayer. HTML 5 könnte derartige Probleme lösen, denn der künftige Internet-Standard kann Videos, Musik und sogar Spiele völlig ohne jegliche Software darstellen und abspielen.
HTML 5 der neue Internet-Standard
HTML5 wird alle benötigten Funktionen mitbringen. Es werden ganz neue Tags erscheinen wie z.B. den <video>-Tag. Je nachdem, welcher Browser benutzt wird, gelingt sogar die Wiedergabe von Clips im H.264 - oder Ogg-Format.
Problem: Während Firefox auf das freie Video-Format Ogg Theora setzt, unterstützt Apples Safari und Googles Chrome primär auf den H.264 Codec. Diese Formatprobleme machen es Webentwicklern derzeit fast unmöglich, im Alltags-Betrieb auf HTML5 zu setzten.
Ist das alles überhaupt realisierbar?
In der Praxis und in der Programmierarbeit wird dies wohl sehr schwierig werden. Deshalb sollten und werden sich die Browsergiganten bald auf ein Format verständigen, es wird wohl darauf hinauslaufen das der H.264 - Codec verwendet wird. Vorteile für den H.264 - Codec wären, dass er bis mindestens 2016 lizenzfrei bleibt und in puncto Kompression Vorteile gegenüber dem Ogg Theora hat.
Flashvorteil im Punkt Programmierung
Die Problematik um ein einheitliches Format ist nicht das einzige Problem womit HTML 5 in der Zukunft zu kämpfen hat, vor allem im Bereich Funktionalität bietet der Flashplayer heute noch erhebliche Vorteile. Die Puffergröße kann frei bestimmt werden, so ist die fehlerfreie Videowiedergabe möglich. Ebenso hat HTML 5 noch Nachholbedarf im Thema fehlerhafte Übertragung der Pakete von Videodateien.
Fazit
Wie Steve Jobs schon sagte: "Flash ist nämlich keinesfalls tot. Aber es riecht schon modrig." Dieser Meinung kann ich mich persönlich nur anschließen. Es gibt jetzt schon einige Seiten die unter HTML 5 laufen wie z.B. YouTube (umstellbar auf HTML5). Doch wenn HTML5 erstmal als Standard festgelegt worden ist und die beiden Lager Firefox und Opera/Chrome auf einen gemeinsamen Codec verständigt haben, werden immer mehr Anbieter von der neuen Internet-Technologie HTML 5 Nutzen machen. Somit sind dann die Flash-Nervereien und Sicherheitslücken bald Geschichte.
Quelle: Chip.de
Bildquelle: fotosearch.de
HTML 5, Flash, Internet-Technologie, Steve Jobs
07.03.2010 -
2 Abonnenten -
365 mal gelesen




Verlinkungen zum Blogeintrag
Startseite