WLAN - Der Anfang für jeden Straftäter?
Die Technik und das was dahinter steckt:WLAN (Wireless Local Area Network) ist ein "lokales" Netzwerk, über das man sich z.B. mit einem geeigneten Laptop ins Internet verbinden lassen kann. Dies kommt meist in Mehrfamilienhäuser zum Einsatz.
Das Problem hierbei ist:
Die Sendeleistungen der heutigen Router ist meist so stark, dass einem das WLAN-Netzwerk des Nachbarn auch angeboten wird. Wenn der Nachbar jetzt dieses Netzwerk nicht sichert könnte man sich dort einwählen und illegal Musik, Filme usw. herunterladen, ohne das man selbst dafür haftbar gemacht werden kann. Es läuft nämlich alles auf die IP-Adresse vom Nachbarn zurück.
IP-Adresse:
Jeder PC oder jedes Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, kriegt eine IP-Adresse zugewiesen, diese ist dafür zuständig Daten vom Absender zum Empfänger zu transportieren. Dank der IP-Adresse ist der Empfänger immer eindeutig identifizierbar. Die IP-Adresse ist vergleichbar mit der Postanschrift, der Unterschied ist nur das die IP-Adressen an keinen bestimmten Ort gebunden sind.
WLAN Standards:
Die Sicherheit ist bei vielen drahtlosen Netzwerken fatal; Sie werden nicht gesichert - aber wie auch? Viele Hersteller und Provider liefern ihre Router aus und befinden es nicht mal für nötig ihre Kunden über Fehler oder Sicherheitslücken in dem Gerät zu informieren.
Jedes WLAN-Netz sollte angemessen gesichert und vor externem Zugriff geschützt werden. Eine der wichtigsten Methoden um das Netzwerk zu sichern ist das heute schon wieder fast veraltete WEP. WEP wird heute auf Grund seines Alters nicht mehr empfohlen. Heutzutage nimmt man am besten WPA oder WPA2, die neuere und verbesserte Variante. Außer der Sicherung sollte man versuchen keine naheliegenden Passwörter wie Familienname, Geburtsdaten, Namen von Verwandten oder etwas ähnliches zu verwenden.
Sicherheitsvarianten:
Den besten Schutz erlangt man durch mehrere Sicherheitsvorrichtungen.
Hier ein paar Einstellungen und Wege sein Netzwerk sehr gut zu sichern:
• Routerpasswort ändern
• MAC Filter verwenden
• Firewall aktivieren
• Verschlüsselung WEP, WPA oder besser WPA2 verwenden
• feste IPs verwenden / DHCP deaktivieren
• SSID verstecken
WLAN Verschlüsselungsverfahren
Eine der wohl wirkungsvollsten Methoden sich gegen unbefugte Zugriffe zu schützen ist es eine Verschlüsselung zu verwenden. Das WLAN hat einige Standards wie das WEP, WPA und WPA2, wobei die neuste Technologie WPA2, die wohl sicherste ist. Leider bieten diese Standards keinen absoluten Schutz und sind somit z.B. für Unternehmen völlig unzureichend.
VPN-Server (Virtual Private Network)
Da für viele Firmen WEP und WPA als Standard nicht ausreichend sind und keinen vollständigen Schutz bieten empfiehlt sich für sie ein VPN-Server, er arbeitet nämlich nach einem etwas anderem Prinzip. Dieses System wird schon lange von vielen führenden Firmen im Gebrauch mit dem Internet positiv bestätigt. In Kombination mit Sicherheitszertifikaten, wie z.B. Kürzel, Name etc., und der Standardverschlüsselung lässt sich somit ein Maximum an Sicherheit bei einem WLAN-Netzwerk feststellen.
Einsatzsorte:
• Firmen mit vielen Mitarbeitern
• Fachhochschulen
• Universitäten
Für den privaten Gebrauch wird diese Methode nicht empfohlen, weil sie einfach zu aufwendig und nicht notwendig ist.
MAC-Adressen Filter:
Eine andere Möglichkeit die Sicherheit in einem WLAN-Netzwerk zu erhöhen ist der bei vielen Routern mitgelieferte MAC-Adressenfilter. Jeder Netzwerkkarte und somit auch jeder WLAN-Karte ist eine Nummer zugeordnet; Diese wird dem Router übergeben. Die MAC-Adresse ist für die Identifikation im Netzwerk zuständig. Der Filter ist so ausgestattet, dass nur die in der Liste eingetragenen MAC-Adressen für die Verbindung via WLAN zugelassen werden. Bedauerlicherweise besteht bei einigen Karten die Möglichkeit die MAC-Adresse über eine bestimmte Software zu ändern, womit der Filter nutzlos wäre.
Fazit:
Der MAC-Adressenfilter bietet zwar Schutz, aber man sollte ihn in Kombination mit anderen Sicherheitsvarianten nutzen, da er alleine keinen ausreichenden Schutz bietet. Zudem ist er leicht manipulierbar. Diese Einstellungen sind nur einige wenige von vielen Möglichkeiten. Wenn diese beachtet werden kann von außen nur schwer beziehungsweise fast gar nicht auf das Netzwerk zugegriffen werden.
Rechtliche Lage:
Bis Heute ist die Frage noch nicht geklärt inwiefern der Anschlussinhaber eines WLAN-Netzes für Rechtsverletzung in Form vom Downloaden illegaler Daten haftbar ist. Deshalb stellt sich auch die Frage welche Schutzmaßnahmen den Anschlussinhabern geboten werden können und wo gegebenfalls zumutbare Schutzmaßnahmen enden.
Seit dem 18. März 2010 prüft nun der Bundesgerichtshof (BGH), wer für einen Missbrauch öffentlicher WLAN-Anschlüsse haftet. Dies beruhigt viele Anschlussinhaber vorerst, jedoch sind sie weiterhin gespannt inwiefern ihnen geholfen werden kann.
Es bleibt abzuwarten was es in Zukunft für Schutzmaßnahmen geben wird; Nichtsdestotrotz sollte schon heute alles getan werden, um das Eindringen ins Netzwerk fast unmöglich zu machen.
Quelle: ComputerBild , WLAN-Wiki_Rechtslage
Bildquelle: Dominik Sellmann @ aboutpixel
WLAN, Netzwerk, Verschlüsselung, Firewall, Schutz
20.03.2010 -
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