Call of Duty Modern Warfare 2 - Testbericht
Als Infinity Ward den vierten Teil "Call of Duty – Modern Warfare" rausbrachte, wollten alle mehr von dieser Spielart, aber stattdessen wurde ein neues Entwicklerteam für den fünften Teil an Land gezogen „Treyarch“. Sie verfolgten das Ziel, den Stil eines Egoshooters im 2. Weltkrieg auf den Markt zu bringen. Viele Gamer waren sehr enttäuscht nach dem so gut gelungenen vierten Teil. Was viele erfreute war, dass im März 2009 bekannt gegeben wurde, dass Infinity Ward an einen sechsten Teil von Call of Duty arbeitet. Die Spannung hatte den Höhenpunkt erreicht, als dann das vermutliche Erscheinungsdatum, der 10. November 2009 bekannt gegeben wurde.Es stellte sich nur noch eine Frage, ob man sich das Spiel für den Computer oder für die Konsole kauft.Aber letzendlich ist es egal, denn das Spiel reißt jeden vom Hocker ob Konsole oder PC. Die Unterschiede liegen lediglich in der Grafik und der Steuerung. Die Steuerung ist am PC etwas präziser und die Grafik nicht so pixelig.Die Kampagne:
Die Kampagne ist mal wieder ein voller Erfolg. Sie lässt wie immer keine Wünsche offen und überzeugt immer wieder aufs Neue. Wenn man die Unterschiede zwischen der zensierten - und der unzensierten Version kennt, wird einem ganz schnell bewusst, dass Infinity Ward, es dem Gamer richtig schmackhaft gemacht hat. Die unzensierte Version ist an der einen oder anderen Stelle etwas zu brutal und grenzt an übertriebene Brutalität. Es wird sogar vor dem Start der dritten Mission „No Russians“ gefragt, ob man sie wirklich spielen möchte. Es wird also auf die verstärkte Brutalität hingewiesen. Das Gute daran ist, dass man die Mission auch jederzeit abbrechen kann. Allgemein gesagt wird die Kampagne zwar nie langweilig, aber sie ist mit 6 Stunden Spielzeit etwas zu kurz geraten.
Der überzeugende Online-Modus:
Der Online-Modus ist Spielspaß in seiner vollen Pracht. Wer hier zu lange wartet oder hinter einer Kiste hockt, muss sich nicht wundern, wenn vor ihm eine genau geworfene Handgranate liegt und es nur noch knallt! Die vielen Spielmodi z.B. Herrschaft, Team-Deathmatch, Externe Ansicht – Käfigmatch, lassen das Spielen nie langweilig werden. Für jeden Spielertyp ist etwas in perfekter Ausarbeitung dabei. Die verschiedenen Modi geben verschiedene Punkte und man kann nur mit begrenzter Anzahl von Spielern spielen.
Dedicated Server
Was wohl die meisten Profigamer geschockt hat, ist die Tatsache, dass es keine dedicated Server gibt. Jeder kann einen privaten Server aufmachen und seine Freunde und auch andere Gegner einladen. Das hört sich bis dahin ja noch erträglich an, aber eines der vielen Probleme ist, dass es bei vielen Gamern aufgrund mangelnder Internetkapazitäten zu Verbindungsproblemen bzgl. der Latenz kommen kann.
Ein weiteres Problem:
Viele Gamer haben sich gefreut das Spiel wieder in der ESL – Electronic Sports League zu spielen. Mit seinen Freunden in einem Team zu fighten und Wettkämpfe zu gewinnen. Doch dieser Traum fällt wohl erstmal flach, denn man kann keine persönlichen Einstellungen an den Servern vornehmen, man kann auch keine Server-Configs o.ä benutzen und installieren. Deshalb bleibt es bis jetzt noch fraglich wann und ob überhaupt ein solches Spielen in der ESL möglich ist. Man kann nur hoffen.
Ränge und Medaillen
Die Ränge und Medaillen sind wie bereits im fünften Teil gleich geblieben. Natürlich gibt es auch wieder die Prestige-Level. Mann kann 10 verschiedene Prestigemodi freispielen, aber der Haken dabei ist, dass man immer wieder von 0 anfängt. Aufsehen bekommt man trotzdem allemal.
Urteil / Fazit:
Zum Schluss bleibt nur noch eins zu sagen, dass Infinity Ward erneut wieder voll überzeugt hat und dem Gamer eine sehr schöne, leider etwas kurze Kampagne bietet. Dafür bringt der Online Modus ein längeres Vergnügen. Die Alterseinstufung ab 18 Jahre ist voll und ganz gerechtfertigt - die Grafik und das realitätsgetreue Spielen, lassen den Spieler hautnah im Gefecht dabei sein. In den verschiedenen Kameraansichten lässt sich fast jeder Blickwinkel einfangen, diesen Vorzug kann der Spieler aber nur bedingt nutzen. Wer Egoshooter, dieser Art mag, sollte vor Call of Duty – Modern Warfare 2 keinen Halt machen und es testen.
Bildquelle
Call of Duty, COD, Modern Warfare, Infinity Ward, ESL
28.03.2010 -
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