Sniper: Ghost Warrior
Mit dem Verkaufsstart am 24.Juni 2010 wurden viele Gerüchte und Kritiken zurückgeworfen, aber es erschienen auch neue. Die neuen Gerüchte, hatten meist einen wahren Hintergrund, woran City Interactive arbeiten musste. Mit dem ersten Update, welches nicht lange auf sich warten ließ, hat City Interactive viele Bugs und Probleme sowie Wünsche sehr stark berücksichtigt. Das Spiel ist in der First-Person Perspektive und bringt somit viel Spaß für die mit, die sich schon immer wie ein richtiger Sniper fühlen wollten. Die Schwierigkeitsauswahl zwischen dem Easy- bzw. dem Hardcore-Modus lässt wirklich keine Wünsche mehr offen, denn wer gerade erst anfängt ist mit dem Easy-Modus mehr als nur gut bedient. Für die erfahrenen Spieler ist der Hardcore-Modus manchmal eine richtige Herausforderung, denn die dazu kommenden erschwerten Forderungen sind eine echte Schweißprobe. Sehr abwechslungsreiche Missionen
Die Kampagne findet übermäßig im Dschungel statt. Die dadurch erschwerten Bedingungen Gegner zu sehen und zu eliminieren macht die Kampagne so noch ein wenig interessanter. Aber man muss nicht nur im Dschungel rumlaufen und Zielpersonen eliminieren, es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Aufträgen die erledigt werden müssen. Wie zum Beispiel: gut bewachte Lager eliminieren, Flugabwehrgeschütze sprengen, Schleichmissionen und Tag-Nacht-Missionen sind zu überstehen.
Überzeugende Grafik
Mit der Chrome-4-Engine bringt Sniper: Ghost Warrior alles mit was man heute für die modernen Grafik-Effekte brauch. Es ist die gleiche Engine wie auch in „Dead Island“ und „Call of Juarez – Bound in Blood“ und bringt somit eine Vielzahl von optischen Highlights mit. Die Gräser und Pflanzen bewegen sich gleichmäßig mit dem Wind, sogar Tiere wurden mit in den neuen Stealth-Shooter bedacht. Was alles sehr realistisch wirken lässt, ist zum Beispiel der Effekt, dass wenn man in die grelle Sonne oder in grelles Licht blickt, geblendet wird. Die Bewegungen der Wellen und die Spiegelungen auf dem Wasser geben der Darstellung nochmal einen extra Punkt. Durch die vielen hochauflösenden Texturen lassen sich selbst die kleinsten Unebenheiten, wie Einschusslöcher auch von Weitem sehr gut erkennen. Was hier wirklich auch erwähnt werden muss, ist die Tatsache, dass Gras auch in großer Entfernung sichtbar ist und nicht einfach ausgeblendet wird.
Gameplay
Mit Sniper: Ghost Warrior hat City Interactive ein sehr gutes Scharfschützen-Spiel herausgebracht. Mit einer wirklich guten Physik-Engine überzeugt es auch die erfahrensten und kritischsten Spieler. Es kommt auf die Schwierigkeitsstufe an, bei den ersten beiden Stufen, sieht man die Gegner noch Rot umrandet und man muss nicht mit der Distanz oder den anderen Faktoren kämpfen, die der höchste Schwierigkeitsgrad bereit hält. Beim Hardcore-Modus muss der Spieler ohne die Hilfen zurecht kommen. Somit kommen die Faktoren: Distanz, Windrichtung und Pulswert zur Erscheinung. Die Kugeln können auch manche Materialien wie dünne Hölzer oder andere Materialien durchdringen, das Ausschalten von zwei Gegnern mit nur einer Kugel ist mit einem perfekt getimten Schuss durchaus möglich und bei Pro-Gamern kein seltener Fall.
Distanz
Je größer die Distanz ist, desto stärker fällt die Kugel ab und verfehlt somit das Ziel.
Windrichtung
Die Kugel schweift rechts oder links ab, wenn man die Windrichtung nicht beachtet.
Pulswert
Je höher der Pulswert ist, desto mehr wackelt das Gewehr und somit wird das genaue Zielen fast unmöglich.
Kritikpunkte
Was viele verwundert ist manchmal die erhöhte Gegner-Sensibilität. Sie ist dafür zuständig, wann die Gegner einen angreifen. Es ist manchmal der Fall, dass die Handlanger euch im dichtesten Gras entdecken und präzise das Feuer eröffnen, ein Weglaufen ist zwecklos und der Neustart der Mission steht bevor.
Ein weiteres Ärgernis ist wohl die unsichtbare Level-Begrenzung, so kann es passieren, dass man im Wasser schwimmt und auf einmal nicht weiterschwimmen kann, als ob man gegen eine unsichtbare Wand schwimmt. Da sollte City Interactive vielleicht noch einmal am Radar arbeiten.
Fazit
Meiner Meinung nach ist Sniper: Ghost Warrior von City Interactive ein wirklich sehr gut gelungenes Scharfschützenspiel wo auf Kleinigkeiten geachtet wird, was in vielen anderen Spielen leider auf der Strecke geblieben ist. Außerdem muss man auch einige Abzüge machen, wie bei der Gegner-Sensibilität oder die unsichtbare Level-Begrenzung.
City Interactive, Sniper, Ghost Warrior, Stealth-Shooter
04.07.2010 -
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